E-Commerce: Online- und Versandhandel in Deutschland

Die Branche

Bei dem Wachstum des deutschsprachigen Onlinehandels ist mit diesen Umsatzzuwächsen noch kein Ende in Sicht. Wenn Sie da mitmischen wollen, brauchen Sie eine gute Marketingstrategie, einen ansprechenden, leicht zu bedienenden Online-Shop – und ein entsprechendes Ranking bei Google und ein Alleinstellungsmerkmal. Im Gegensatz zu den Riesen wie Amazon, sollten Sie ihr Sortiment passend zu ihrer Zielgruppe wählen und nicht versuchen alles anzubieten. Eine Möglichkeit wäre es, wenn Sie einen Nischen-Markt als Spezial-Versandhandel bedienen.

Das Einkaufen im Internet wird immer mehr zu einem ganz normaler Bestandteil unseres Lebens. Ein Großteil der „Consumer“ hat bereits auf die eine oder andere Weise im Internet etwas gekauft, sei es der Kauf von Tickets oder die Reise buchen, und diese Zahl wächst. Im Jahr 2017 gab es 7% mehr Online-Shopper und es wurden 17% mehr Onlinebestellungen gebucht.

In fast allen Branchen sorgt das anhaltende Wachstum im Onlinehandel für Umsatzverluste im Offlinehandel. So muss der Einzelhandel sich anpassen und versuchen alle Kanäle zu bedienen, die der Kunde ganz selbstverständlich nutzt.

Der aktuelle Trend bewegt Händler sich als kundenorientierter Multikanal-Vertrieb aufzustellen. Viele Händler, die bisher nur stationär verkaufen, planen einen zusätzlichen Online-Kanal zu bedienen, reine Online-Händler haben vor zukünftig auch offline zu verkaufen.

Der Markt auf einen Blick:

Marktvolumen – 68,1 Mrd. Euro (2018, brutto, BEVH)

E-Commerce-Umsatz – 53,3 Mrd. Euro (2019, netto, HDE)

Umsatzzuwächse – 4 – 5 Mrd. Euro p.a.

Anzahl Unternehmen – 16.500 Firmen

Anzahl Online-Shops – 120.000 Shops

Die Zahlen:

Der gesamte Online- und Versandhandel mit Waren und Dienstleistungen erreichte 85,5 Milliarden Euro Bruttoumsatz.

Digitale Güter und Dienstleistungen brachten es auf 17,4 Mrd. Euro (2019, brutto, EHI).

Der Anstieg:

Anzahl der Online-Shopper – +7% (2018, HDE)

Anzahl der Online-Bestellungen – +17% (2018, HDE)

Große Umsatzzuwächse durch die Branchen:

Fashion & Accessoires – +1,1 Mrd. Euro (2018, HDE)

CE/Elektro – +1,1 Mrd. Euro (2018, HDE)

Förderprogramme der Länder:

Baden-Württemberg u.a.: Gründungsfinanzierung – Kredite ab 10.000 EUR bis 5 Mio. EUR + Startfinanzierung 80 – Kredite für Vorhaben bis max. 200.000 EUR pro Gründer bzw. 800.000 EUR Gesamtvolumen bei Teamgründungen (Darlehensbetrag bis max. 125.000 EUR pro Gründer/500.000 EUR pro Teamgründung zu 100 % des Finanzierungsbedarfs) + Exi-Gründungs-Gutscheine für mehrstündige kostenlose Gründungsberatungen, bis 10 Tage Intensivberatungen zu reduzierten Kosten (bis zu 80 % verbilligt)

Berlin u.a.: Berlin Start – Darlehen für Investitionen, ggf. den Übernahmepreis oder ein erstes Warenlager sowie Betriebsmittel zwischen 5.000 EUR und 500.000 EUR Darlehensbetrag + Mikrokredite bis 25.000 EUR aus KMU-Fonds + Gründungs- und Wachstumsdarlehen bis 250.000 EUR sowie Wachstumsfinanzierungen bis max. 10 Mio. EUR aus KMU-Fonds, ab 250.000 EUR i.d.R. nur in Kooperation mit der Hausbank + GründungsBONUS – Zuschuss für die Entwicklung innovativer Produkte, Dienstleistungen, Prozesse oder Anwendungen, bis 50 % der entsprechenden Investitionen, max. 50.000 EUR + GründungsBONUS – Zuschuss für die Entwicklung innovativer Produkte, Dienstleistungen, Prozesse oder Anwendungen, bis 50 % der entsprechenden Investitionen, max. 50.000 EUR + kostenloses Coaching in der Vorgründungsphase ­bis max. 30 Stunden

Brandenburg u.a.: Brandenburg-Kredit Gründung – Darlehen für Investitionen und Betriebsmittel bis 100 % der förderfähigen Beträge (auch Nebenerwerbsgründer), max. 25 Mio. EUR

 Bremen u.a. BAB-Mikrokredit bis max. 100.000 EUR + Bremer Gründerkredit bis 5 Mio. EUR + Ergänzungsdarlehen ab 150.000 EUR (max. 50 % des Hausbankdarlehens) + Beratungsförderung als Zuschuss bis max. 80% bei max. 700 EUR Honorar pro Tagewerk (insgesamt max. 2.800 EUR Zuschuss)

 Hamburg u.a.: Hamburg-Kredit bis 500.000 EUR (dabei Eigenmittel mind. 7,5 %, ab 150.000 EUR Darlehenssumme mind. 15 %) + BTG-Beteiligungskapital zwischen 50.000 EUR und 500.000 EUR

Hessen u.a.: GuW-Gründungsdarlehen bis max. 2 Mio. EUR, bis zu 100 % der förderfähigen Investitionen und Betriebsmittel + offene und stille Beteiligungen aus der Gründungs- und Mittelstandsförderung bis 400.000 EUR (höhere Beträge in einzelnen Regionen) + Existenzgründungsberatung – Zuschüsse bis max. 650 EUR pro Tagewerk bzw. 60 % der förderfähigen Kosten (über Kammern und Verbände)

Mecklenburg-Vorpommern u.a.: BMV-Darlehen der Bürgschaftsbank, mind. 20.000 EUR, max. 500.000 EUR + bis 80 % Zuschuss zur Unternehmensberatung im Rahmen von Bildungsschecks für 2 Tagewerke, jeweils max. 625 EUR pro Tagewerk

 Niedersachsen u.a.: Niedersachsen-Gründerkredit zwischen 20.000 EUR und 500.000 EUR für Investitionen bzw. bis zu 500.000 EUR für Betriebsmittel und ggf. ein erstes Warenlager

 Nordrhein-Westfalen u.a.: NRW.BANK Gründungskredit bis max. 10 Mio. EUR Kreditvolumen, NRW.BANK Universalkredit für höheren Finanzierungsbedarf, beide Programme ab 25.000 EUR Kreditvolumen (bis zu 100 % der förderfähigen Kosten) + Gründungsberatung (max. 50% / 400 EUR pro Tagewerk Zuschuss, i.d.R. für 4 Tagewerke)

 Rheinland-Pfalz u.a.: Gründerkredit aus dem Mittelstandsförderungsprogramm bis zu 100% der Investitionen (max. 2 Mio. EUR, dabei Betriebsmittel bis 500.000 EUR) + Existenzgründungsberatung bis 50% Zuschuss für max. 9 Tagewerke zu 800 EUR

Saarland u.a.: GuW-Darlehen von max. 2 Mio. EUR bis zu 100 % der förderfähigen Investitionen (auch Patenterwerb u.ä.) und Betriebsmittel + Darlehen aus dem Business Angels Gründerfonds bis 25.000 EUR für Gründungen, die auf den überregionalen Markt zielen + Zuschüsse zur Existenzgründungsberatung zwischen 70 % und 80 % des Honorars von max. 800 EUR pro Tagewerk, für max. 10 bzw. 12 Tage

Sachsen u.a.: Zinsverbilligte Darlehen aus dem GuW-Programm bis 2,5 Mio. EUR, für Investitionen wie für Betriebsmittel + stille und/oder direkte Beteiligung der MBG zwischen 25.000 EUR und 1 Mio. EUR + Zuschuss von 400 EUR pro Tagewerk zur Existenzgründungsberatung (bis 500 EUR bei Unternehmensnachfolgen), 2 bis 10 Tagewerke VR-GründungsKonzept GK032 16 NOTIZEN

Sachsen-Anhalt u.a.: IMPULS-Gründungsdarlehen zwischen 10.000 EUR und 500.000 EUR für Investitionen und Betriebsmittel + Ego.-START-Zuschüsse für Existenzgründungs-Coaching von 540 EUR je Tagewerk, max. 10 Tagewerke

Schleswig-Holstein u.a.: Programm Gründung und Nachfolge – Darlehen zwischen 25.000 EUR und 1,5 Mio. EUR (obligatorische Ausfallbürgschaft) + Starthilfedarlehen bis 100.000 EUR, davon max. 30.000 EUR Betriebsmittelbedarf (je Gründer; in Ausnahmefällen bis 150.000 EUR, dann 15 % Eigenkapital erforderlich) + für höheren Finanzierungsbedarf Investitionsdarlehen in Kombination mit Hausbankdarlehen

 Thüringen u.a.: Thüringen-Dynamik – Darlehen für Investitionen (ohne Immobilienerwerb), mind. 5.000 EUR, max. 500.000 EUR Darlehensbetrag + GuW-Gründungsdarlehen für Investitionen und Betriebsmittelfinanzierung bis max. 5 Mio. EUR + ThüringenInvest – Investitionszuschüsse (bis 20 % der Investitionen bzw. max. 50.000 EUR) sowie ggf. Darlehen (5.000 EUR bis 200.000 EUR Darlehensbetrag) + Thüringen-Kapital zur Stärkung des Eigenkapitals zwischen 20.000 EUR und 200.000 EUR + Zuschüsse zur Existenzgründungsberatung bis 50 % der Gesamtausgaben, begrenzt auf 400 EUR pro Tagewerk sowie 20 Tagewerke

 

Stand: Oktober 2019

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