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Die Kreditanstalt für Wiederaufbau – KfW

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts, der Bund und die Länder sind Eigentümer des Grundkapitals der KfW und der Bund haftet für die KfW. Die KfW agiert im Auftrag des Bundes und ist damit dem Gemeinwohl verpflichtet, die Kontrollaufsicht obliegt dem Bundesfinanzministerium und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie – als Bankengruppe refinanziert sich die KfW aber zu einem guten Teil selbst.

Aufgaben

Die Hauptaufgaben der Kreditanstalt bestehen darin, günstige Darlehen an den Mittelstand, Existenzgründer, Energiesparer und Studenten zu verleihen, um dadurch wirtschaftliche Gruppen und gesellschaftliche Ziele zu fördern und zu fordern.1 Dafür hat die Bank in den 60 Jahren seit ihrer Gründung 1948 fast eine Billion Euro als Darlehen, nicht nur in Deutschland und Europa, sondern weltweit vergeben. Sie finanziert hauptsächlich Unternehmensgründungen im In- und Ausland, um die dynamische Entwicklung der Wirtschaft zu unterstützen und fördert den Exporthandel. Gleichfalls setzt sie sich in Entwicklungsländern ein, um die soziale und wirtschaftliche Lage dort zu verbessern. Innerhalb Deutschlands tritt sie für die soziale Gleichberechtigung ein, welche sie durch verschiedenartige Studien- und Weiterbildungskredite voranbringt und sie vergibt Darlehen für Umwelt- und Klimaschutzprojekte sowohl in kleinen Unternehmen als auch auf kommunaler Basis. Außerdem handelt sie im Auftrag der Bundesregierung, zum Beispiel bei der Privatisierung von Großunternehmen wie der Telekom oder auch den Finanzhilfen für Griechenland.

Die Stärken der KfW liegen darin, dass sie durch die Bundesrepublik abgesichert ist und dadurch sowie durch ihre sehr gute Bonität (Triple A-Rating/AAA), auf dem Finanzmarkt Mittel zu günstigen Bedingungen aufnehmen kann und ebenso weitergibt. Zudem übernimmt die KfW sehr oft Teile des Kreditrisikos, fördert Innovationen und bietet Beratungen bei unterschiedlichen Förderprogrammen an oder finanziert anteilig Expertenberatungen. Die KfW versucht, Nachhaltigkeit im ökonomischen Sektor zu unterstützen, sie hat die „Principles for responsible Investments“ (PRI) der UNO unterzeichnet, ist „Social Responsible Investor“ (SRI) und verschreibt sich einer verantwortungsvollen Refinanizierung.

Geschichte und Wandel der KfW

Als die KfW 1948 auf Anregung der Alliierten ins Leben gerufen wurde, geschah dies hauptsächlich, um eine Anstalt zur Koordinierung und Finanzierung des Wiederaufbaus in Deutschland zu schaffen, über welche die Mittel aus dem alliierten Hilfsprogramm „European Recovey Program“ (gemeinhin als „Marshallplan“ bekannt) verteilt werden sollten. Diese Mittel, das sogenannte ERP-Sondervermögen, bilden noch heute den Grundstock der KfW-Bankengruppe2.

Anfang der 50er Jahre beginnt die Bank, neben der Sanierung kommunaler Infrastruktur und der Wiederherstellung von Wohnraum, mit der Exportfinanzierung und bald darauf starten verstärkt die Finanzierungshilfen für den Mittelstand und den Umweltschutz. Nach dem Ende des Marshallplans 1953 wird das ERP-Sondervermögen zu einem revolvierenden Fond gestaltet, um daraus längerfristige Investitionskredite an die deutsche Wirtschaft verleihen zu können. Gleichzeitig schafft die Kreditanstalt mit Innovationen wie den Kassenobligationen weitere Möglichkeiten zur Refinanzierung und engagiert sich zu diesem Zweck ab den 80er Jahren auch vermehrt am internationalen Finanzmarkt3, auf dem sie heutzutage großen Einfluss besitzt.

In den 60er Jahren übernimmt die KfW, der neuen Rolle der BRD in der Welt entsprechend, eine Verantwortung in der Entwicklungszusammenarbeit und kommerziellen Projektfinanzierung. Im Inland finanziert sie vor allem die Rationalisierungsmaßnahmen der Stahlindustrie und fördert weiterhin den Mittelstand. Nachdem es in den 70er Jahren aufgrund der Ölkrisen weltweit zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten kommt, widmet sich die KfW ab 1971 massiv der inländischen Mittelstandsförderung. Das dafür entworfene „M-Programm“ verleiht Kredite an Kleinunternehmen zu den Finanzierungs-konditionen von Großunternehmen. Ab 1979 können aus dem „M-Programm“ auch Auslandsinvestitionen finanziert werden und ab 1983 auch innovative Vorhaben, wobei die KfW einen Teil des Risikos übernimmt. Zudem setzt sich die KfW in den 80ern verstärkt bei der Armutsbekämpfung und dem Ressourcenschutz in Entwicklungs- und Transformationsländern ein.

Nach dem Fall der Mauer beteiligt sich die KfW intensiv am Aufbau Ost, bis Mitte der 90er Jahre gehen ca. 70% der inländischen Wirtschaftsförderung in die neuen Länder – wobei die Mittelstandsförderung sowie die Instandsetzung und Modernisierung von Wohnraum eine große Rolle spielen. Allgemein ergeben sich neue Herausforderungen durch die Globalisierung, auf welche mit Förderung deutscher Investitionen im Ausland und ausländischer Unternehmen im Inland eingegangen wird.

In den Jahren nach der Jahrtausendwende ergeben sich die bisher größten institutionellen Veränderungen, so wird aus der KfW die KfW-Bankgruppe4 nach einem Einwand der EU-Kommission und zudem wächst der Konzern.5 Aufgrund einer stärkeren internationalen Vernetzung und des Basel II-Abkommen verändert sich die Finanzierungssituation des Mittelstands. Durch die Einführung risikogerechter Zinsen, Beteiligungsfinanzierung, Globaldarlehen, Verbriefungen, Reduzierung der Kreditkosten und die „Initiative kleiner Mittelstand“ versucht die KfW die Finanzierungsbedingungen für den Mittelstand zu verbessern.

Während der ab Mitte 2007 einsetzenden Finanzkrise gerät die IKB ins Kreuzfeuer, als sie auf Antrag der Bundesregierung die Abwicklung der instabilen IKB übernimmt6. Verstärkte Kritik wird laut, als die Bank eine hohe Überweisung an die amerikanische Investmentbank Lehman Brothers tätigt, kuz bevor diese ihren wirtschaftlichen Zusammenbruch bekannt gibt7. Ebenso kommt es zu hohen Verlusten der KfW bei Investitionen in Island8.

Trotz der globalen Wirtschaftskrise hat die KfW in den letzten Jahren wie nie zuvor Unternehmen und Gründer, Kommunen und Privathaushalte gefördert, neue Darlehensprogamme entworfen und ihre Refinanzierung wieder abgesichert. Im „Global Finance“ wird sie als sicherste Bank der Welt 2011 bezeichnet9.

Die wichtigsten KfW-Förderprogramme für Existenzgründer

Die Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau, die jeder Existenzgründer kennen sollte, sind:

1) Gründerkredite

2) Unternehmerkredite

3) ERP-Programme

 


1 Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 18.9.2008

2 Das ERP-Sondervermögen wurde 2007 vom Bund in die KfW eingebracht.

3 1989 besteht das Bewilligungsvermögen nur noch zu einem Fünftel aus dem ERP-Sondervermögen.

4 Die Förderaktivitäten und die kommerzielle Geschäftstätigkeit getrennt, indem die Export- und Projektfinanzierung zu Beginn 2008 in eine eigenständige Tochtergesellschaft ausgegliedert wird, die KfW IPEX Bank GmbH.

5 Die Staatsbank Berlin sowie der Deutschen Ausgleichsbank (DtA) werden mit der KfW verschmolzen und die Anstalt erwirbt Anteile an der Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) und der Deutsche Industriebank AG (IKB).

6 Die IKB gerät duch "Subprime Investment" in Schwierigkeiten, der Bund arbeitet zusammen mit der KfW an ihrer Rettung, indem die KfW einen Großteil der Risiken übernimmt – mit dem Ziel, den Zusammenbruch der IKB und dadurch die Destabilisierung des deutschen Finanzmarktes zu verhindern. Mit dem Verkauf der IKB-Anteile an den privaten Investor Lone Star im Oktober 2008 wird das erreicht. Süddeutsche Zeitung

7 Süddeutsche Zeitung 17.09.2008

8 Süddeutsche Zeitung 06.11.2008

9 Global Finance 18.08.2011

Artikel Stand Dezember 2011

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